Aortenaneurysma
Das Wichtigste in Kürze
Die Diagnose „Aortenaneurysma“ löst bei vielen Menschen zunächst Angst aus. Das ist verständlich – schließlich handelt es sich um eine krankhafte Erweiterung der größten Schlagader unseres Körpers. Sie verursacht keine Beschwerden und wird fast immer zufällig entdeckt.
Viele Betroffene leben jahrelang gut damit, ohne dass jemals eine Operation nötig wird. In diesem Artikel wird erklärt was ein Aortenaneurysma ist, welche Symptome auftreten können, welche Behandlungen die Wissenschaft empfiehlt und was Sie selbst für Ihre Gesundheit unternehmen können. Wer nicht raucht, seinen Blutdruck gut einstellt und die Kontrolltermine wahrnimmt, hat ausgezeichnete Chancen, dass die Diagnose für ihn niemals bedrohlich wird.
Viele Betroffene leben jahrelang gut damit, ohne dass jemals eine Operation nötig wird. In diesem Artikel wird erklärt was ein Aortenaneurysma ist, welche Symptome auftreten können, welche Behandlungen die Wissenschaft empfiehlt und was Sie selbst für Ihre Gesundheit unternehmen können. Wer nicht raucht, seinen Blutdruck gut einstellt und die Kontrolltermine wahrnimmt, hat ausgezeichnete Chancen, dass die Diagnose für ihn niemals bedrohlich wird.
Symptome von Aneurysmen
Problematisch an einem Aortenaneurysma ist, dass es meist keinerlei Symptome verursacht. Fast immer werden Aneurysmen bei Ultraschall- oder Ct-Untersuchungen zufällig gefunden.
Nachdem Männer in höherem Lebensalter deutlich häufiger (bis 8-fach) als Frauen von der Krankheit betroffen sind und Nikotinkonsum einen weiteren Risikofaktor darstellt, empfehlen die europäischen Leitlinien der Gefäßmedizin (ESVS) ein Ultraschall-Screening (Vorsorgeuntersuchung) für Männer ab 65 Jahren, besonders für Raucher und ehemalige Raucher.
Wenn Symptome auftreten, sind sie oft unspezifisch. Manche Betroffene mit einem Bauchaortenaneurysma spüren ein pulsierendes Gefühl im Bauch, besonders im Liegen. Auch Rückenschmerzen oder ein dumpfes Druckgefühl im Bauch können vorkommen. Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder Schmerzen hinter dem Brustbein können manchmal Symptome eines Aneurysma im Brustkorb sein sind aber gänzlich unspezifisch und können auch auf viele andere Krankheiten hinweisen.
Gefährlich wird es, wenn das Aneurysma reißt (Ruptur). Dann kommt es zu plötzlichen, sehr starken Schmerzen im Bauch oder Rücken, oft begleitet von Schwindel, kaltem Schweiß und Kreislaufversagen. Das ist ein absoluter Notfall. Eine Ruptur ist bei kleinen, regelmäßig kontrollierten Aneurysmen sehr selten. Das Risiko steigt erst mit zunehmendem Durchmesser deutlich an.
Nachdem Männer in höherem Lebensalter deutlich häufiger (bis 8-fach) als Frauen von der Krankheit betroffen sind und Nikotinkonsum einen weiteren Risikofaktor darstellt, empfehlen die europäischen Leitlinien der Gefäßmedizin (ESVS) ein Ultraschall-Screening (Vorsorgeuntersuchung) für Männer ab 65 Jahren, besonders für Raucher und ehemalige Raucher.
Wenn Symptome auftreten, sind sie oft unspezifisch. Manche Betroffene mit einem Bauchaortenaneurysma spüren ein pulsierendes Gefühl im Bauch, besonders im Liegen. Auch Rückenschmerzen oder ein dumpfes Druckgefühl im Bauch können vorkommen. Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder Schmerzen hinter dem Brustbein können manchmal Symptome eines Aneurysma im Brustkorb sein sind aber gänzlich unspezifisch und können auch auf viele andere Krankheiten hinweisen.
Gefährlich wird es, wenn das Aneurysma reißt (Ruptur). Dann kommt es zu plötzlichen, sehr starken Schmerzen im Bauch oder Rücken, oft begleitet von Schwindel, kaltem Schweiß und Kreislaufversagen. Das ist ein absoluter Notfall. Eine Ruptur ist bei kleinen, regelmäßig kontrollierten Aneurysmen sehr selten. Das Risiko steigt erst mit zunehmendem Durchmesser deutlich an.
Konservative Therapie
Die Behandlung richtet sich vor allem nach der Größe des Aneurysmas. Kleine Aneurysmen unter etwa fünf Zentimetern im Bauch und 6 cm im Brustbereich werden in der Regel nicht operiert, sondern regelmäßig per Ultraschall oder CT kontrolliert.
Große Studien haben klar gezeigt: Bei kleinen Aneurysmen bringt eine frühe Operation keinen Überlebensvorteil – das Risiko des Eingriffs wäre höher als der Nutzen. Diese "aktive Überwachung" ist also keine Untätigkeit, sondern eine wissenschaftlich gut begründete Strategie.
Große Studien haben klar gezeigt: Bei kleinen Aneurysmen bringt eine frühe Operation keinen Überlebensvorteil – das Risiko des Eingriffs wäre höher als der Nutzen. Diese "aktive Überwachung" ist also keine Untätigkeit, sondern eine wissenschaftlich gut begründete Strategie.
Operation
Wird das Aneurysma größer – bei Männern ab etwa 5,5 Zentimetern, bei Frauen oft schon ab 5 Zentimetern – empfehlen die Leitlinien der europäischen (ESVS) und amerikanischen (SVS) Fachgesellschaften eine Behandlung. Dafür gibt es zwei bewährte Verfahren.
Bei der offenen Operation wird der erweiterte Gefäßabschnitt durch eine Kunststoffprothese ersetzt. Beim endovaskulären Verfahren (EVAR) wird über die Leistenarterie eine Gefäßstütze (Stentprothese) eingesetzt, die das Aneurysma von innen abdichtet – ganz ohne großen Bauchschnitt.
Bei der offenen Operation wird der erweiterte Gefäßabschnitt durch eine Kunststoffprothese ersetzt. Beim endovaskulären Verfahren (EVAR) wird über die Leistenarterie eine Gefäßstütze (Stentprothese) eingesetzt, die das Aneurysma von innen abdichtet – ganz ohne großen Bauchschnitt.
Therpaieauswahl
Welches Verfahren besser geeignet ist, hängt von der Lage des Aneurysmas, Ihrem Alter und Ihren Begleiterkrankungen ab. Studien zeigen: Das Stent-Verfahren ist anfangs schonender, erfordert aber lebenslange Nachkontrollen. Die offene Operation ist belastender, dafür meist eine dauerhafte Lösung.
Ihr Behandlungsteam bespricht mit Ihnen gemeinsam, welcher Weg für Sie der richtige ist. Wichtig ist auch die begleitende Medikamenten-Therapie: Blutdrucksenker und Cholesterinsenker (Statine) schützen Ihre Gefäße zusätzlich.
Ihr Behandlungsteam bespricht mit Ihnen gemeinsam, welcher Weg für Sie der richtige ist. Wichtig ist auch die begleitende Medikamenten-Therapie: Blutdrucksenker und Cholesterinsenker (Statine) schützen Ihre Gefäße zusätzlich.
Verhalten im Alltag
Der wichtigste Schritt ist der Rauchstopp – Rauchen lässt Aneurysmen nachweislich schneller wachsen und erhöht das Rupturrisiko deutlich. Achten Sie außerdem auf einen gut eingestellten Blutdruck, nehmen Sie verordnete Medikamente zuverlässig ein und bewegen Sie sich regelmäßig.
Moderater Sport wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen ist ausdrücklich erlaubt und sinnvoll. Nur extremes Pressen, etwa beim schweren Gewichtheben, sollten Sie vermeiden. Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es übrigens keine belastbaren wissenschaftlichen Belege – hier sollten Sie skeptisch bleiben, wenn Ihnen "gefäßstärkende Wundermittel" versprochen werden.
Moderater Sport wie Spazierengehen, Radfahren oder Schwimmen ist ausdrücklich erlaubt und sinnvoll. Nur extremes Pressen, etwa beim schweren Gewichtheben, sollten Sie vermeiden. Für Nahrungsergänzungsmittel gibt es übrigens keine belastbaren wissenschaftlichen Belege – hier sollten Sie skeptisch bleiben, wenn Ihnen "gefäßstärkende Wundermittel" versprochen werden.
Erblich bedingte Aneurysmen der Aorta
Wenn ein Elternteil oder Geschwister ein Bauchaortenaneurysma (Erweiterung der Bauchschlagader) hatte, ist das eigene Risiko etwa zwei- bis vierfach erhöht. Die europäische Leitlinie der Gefäßchirurgen (ESVS) empfiehlt deshalb, dass Verwandte ersten Grades von Betroffenen eine Ultraschalluntersuchung der Bauchaorta erhalten sollten – meist ab etwa 50 Jahren. In den meisten Fällen lassen sich hier keine bestimmten Gene, die für die Aneurysma - Entstehung verantwortlich sind.
Bei den klar durch Einen bestimmten Gendefekt.definierten erblichen Bindegewebserkrankungen liegt das Erkrankungsrisiko für Kinder eines Betroffenen sogar bei 50 Prozent, da diese Erkrankungen dominant vererbt werden. In diesen Fällen ist eine humangenetische Beratung jedenfalls sinnvoll sein. Diese wird für Oberösterrreich im Kepler Universitätsklinikum Linz angeboten.
Bei den klar durch Einen bestimmten Gendefekt.definierten erblichen Bindegewebserkrankungen liegt das Erkrankungsrisiko für Kinder eines Betroffenen sogar bei 50 Prozent, da diese Erkrankungen dominant vererbt werden. In diesen Fällen ist eine humangenetische Beratung jedenfalls sinnvoll sein. Diese wird für Oberösterrreich im Kepler Universitätsklinikum Linz angeboten.
Genetische Syndrome mit Gefäßbeteiligung
- Marfan-Syndrom (MFS)
- Loeys-Dietz-Syndrom (LDS)
- Vaskuläres Ehlers-Danlos-Syndrom (vEDS)
- Turner-Syndrom
- Arterial-Tortuosity-Syndrom (ATS)
Nicht-syndromale familiäre Aortenerkrankungen
- Familiäres thorakales Aortenaneurysma und Aortendissektion (FTAA / TAAD)
Angeborene Herz- Fehlbildungen mit Beteilung der Aorta
- Bikuspide Aortenklappe (BAV)
- Aortenisthmusstenose (CoA)
Infektiös bedingte Aneruysmen
Das mykotische (infizierte) Aortenaneurysma (MAA) ist eine seltene, durch eine infektiöse Zerstörung der Arterienwand hervorgerufene Aussackung der Hauptschlagader. Trotz des historischen Namens „mykotisch“ wird es in den allermeisten Fällen durch Bakterien und nur fast nie durch Pilze verursacht. [1, 2, 3]
Das Wachstum dieser Aneurysmen ist sehr aggressiv. Das Risiko für eine Ruptur ist ungleich höher als bei normalen Aneurysmen. Die Behandlung muss meistens dringlich und dann in offener Form erfolgen. Bei Einbringen eines Stentgrafts bestünde das Risiko, dass, der Stent im Laufe der Zeit selbst infiziert wird. Bei offen chirurgischem Vorgehen wird versucht, ein Gefäßersatzmaterial zu finden, das infektresistent ist.
Das Wachstum dieser Aneurysmen ist sehr aggressiv. Das Risiko für eine Ruptur ist ungleich höher als bei normalen Aneurysmen. Die Behandlung muss meistens dringlich und dann in offener Form erfolgen. Bei Einbringen eines Stentgrafts bestünde das Risiko, dass, der Stent im Laufe der Zeit selbst infiziert wird. Bei offen chirurgischem Vorgehen wird versucht, ein Gefäßersatzmaterial zu finden, das infektresistent ist.